Der Streit um den Turm/Gedächtnisort: Synagoge als Trafo

Politik | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

In unmittelbarer Nähe des "Narrenturms" - und mit ihm auf einigermaßen befremdliche Weise verbunden - steht im Hof 6 des Universitätscampus ein unscheinbares Gebäude. Es wird seit Jahrzehnten als Mini-Umspannwerk genützt und beliefert so unter anderem das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum mit Strom. Für einen Zweckbau einigermaßen ungewöhnlich ist freilich der achteckige Grundriss des Trafo-Häuschens, der auf seine ursprüngliche Bestimmung verweist. An diesem Ort stand ab 1903 eine Krankenhaus-Synagoge, die 1938 zerstört und in den Kriegsjahren als Lagerraum genutzt worden war - ehe man sie 1955 ihrer heutigen Bestimmung zuführte.

Im Rahmen der Neuplanung des Geländes für den Universitätscampus "entdeckte" man die wahre Geschichte des Bauobjekts. An seiner Verwendung hat sich jedoch bis heute nichts verändert. Einzig eine Gedenktafel verweist auf das Schicksal des fensterlosen Gebäudes. Im Zuge der Umgestaltung dieses Campus-Viertels soll nun auch aus dem profanisierten

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