Presseschau

Medien | Andrea Dusl | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Es gibt Journalisten, die schreiben, und solche, die "schreiben". Schreibende Journalisten heißen Journalisten, während "schreibende" Journalisten "Edelfedern" genannt werden. Als wäre der publizistische Adelstitel nicht ohnedies Auszeichnung genug, schreiben Edelfedern meist tatsächlich mit Füllhaltern. (Ausgenommen jene, die sich mit Bleistiften aus libanesischer Südhangzeder bescheiden.) Eine der berühmtesten Edelfedern dieses Landes ist der langjährige Herausgeber und Koherausgeber des Wirtschaftsmagazins trend. Neben der Koherausgabe des trend beschäftigt sich Helmut A. Gansterer auch mit der Verbreitung guter Neuigkeiten. Seine Kolumne "Good News" im Nachrichtenmagazin profil widmet sich vor allem jenem Körperteil, der Edelfedern gemeinhin zu halten pflegt: der Hand! Gansterer ruft zu "Applaus und Trost für die Handarbeiter" auf und enthüllt dazu in Kapitel "VI. Good News 4: Hand kann Kunst sein". Es gäbe keinen bildenden und kaum einen darstellenden Künstler, der ohne Hand auskomme, weiß Gansterer. Dachte ichs mir doch, dass Spazierengehen nicht zu den Künsten zählt!


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