Fernsehen

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Gehen wir die Sache einmal ganz prinzipiell an: Eine Fernsehanstalt liefert Ton und Bild. Der Inhalt ist das, was übertragen wird, also Nachrichten, Show, Film, Serie. Ich drehe den Fernseher auf, weil ich ergo Nachrichten, Show, Film oder Serie sehen will. Und nicht Riesen-Werbepletschen von Swatch, die zweimal während einer "Ally McBeal"-Folge auftauchen und fast ein Drittel des Bildschirms einnehmen.

Es ist mir dabei so was von egal, ob es sich bei diesen Pletschen um als Gewinnspiel getarnte Werbung handelt - wenn es sich nicht um eine Einblendung aus Gründen der nationalen Sicherheit handelt, die mich vor einer drohenden Atomwolke warnt, wünsche ich mir damit nicht das Fernsehbild verschandeln zu lassen!

Von mir aus soll auch der "Weiße Riese" irgendwelche Sporthilfe-Shows sponsern. Dass allerdings Ingrid Wendl beim dazugehörigen Wäschewaschspiel sagen muss: "Na, der wäscht ja fantastisch" (oder Sinngemäßes), finde ich zum Kotzen.

Ich wollte mir besagte Swatch zu Weihnachten wünschen. Dank der penetranten PR nehme ich hiermit davon Abstand.


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