Kommentar: Den Bondy im Dorf lassen!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Alle Jahre wieder, knapp vor Weihnachten, bescheren uns die Wiener Festwochen eine Pressekonferenz, bei der sie das Programm des kommenden Festivals bekannt geben. Weil das anscheinend nicht interessant genug ist, wird die Pressekonferenz von den Medien traditionellerweise zum Anlass genommen, dem auslaufenden Jahr doch noch eine kulturpolitisch brisante Story abzugewinnen. Unvergessen ist unter Insidern die legendäre 96er Pressekonferenz, als die entthronte Stadträtin Ursula Pasterk über Nacht wieder zur Festwochenintendantin geworden war und von Standard-Redakteur Thomas Trenkler ins Kreuzverhör genommen wurde.

Heuer verlief die Veranstaltung selbst ohne besondere Vorkommnisse. Umso heftiger brodelt es hinter den Kulissen und in den Zeitungsspalten. Grund der Aufregung: Das derzeitige Leitungstrio (Luc Bondy, Klaus-Peter Kehr, Hortensia Völckers) ist nur noch bis 2001 im Amt; die Nachfolge muss dringend geregelt werden. Klar ist, dass die Festwochen zum Intendantenprinzip zurückkehren


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