Der schlafende Riese

Museumslandschaft Das heranwachsende Museumsquartier wird zwar eines der größten Kulturzentren Europas, ist aber gut hinter einer alten Fassade verborgen. Jetzt will man das Quartier mit einem interessanten Vorplatz und einem zeitgenössischen "Laboratorium" für die Zukunft öffnen.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Eine jüngst durchgeführte Umfrage belegte lang gehegte Befürchtungen: Nur die Wiener wissen, dass im Areal der ehemaligen Hofstallungen gerade das "Museumsquartier" gebaut wird, aber selbst von diesen haben 80 Prozent keine Ahnung, was genau das ist.

Nun, genau genommen umfasst das Museumsquartier: die Hallen E und G, die als Spielstätten der Wiener Festwochen, der Viennale und der Internationalen Tanzwochen genutzt werden sollen; das Domizil der Sammlung Leopold, die der Bund 1994 für 2,2 Mrd. Schilling angekauft hat; ein neues Museum moderner Kunst, das dafür seine bisherigen Standorte (Palais Liechtenstein und 20er Haus) aufgeben wird; eine vergrößerte Kunsthalle Wien, die aus ihrem Provisorium am Karlsplatz übersiedelt; ein neu gegründetes Tanz- und ein Kinderquartier, einen Kindergarten. Darüber hinaus werden sich bereits vorhandene Institutionen wie das Architektur Zentrum Wien oder das ZOOM Kindermuseum flächenmäßig verdoppeln. Hinzu kommen noch Künstlerateliers, Redaktionsstuben,


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