Die Musik: Money for nothing?

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Mit Remixes verdientes Geld gilt unter Elektronik-Musikern als leicht, weil schnell verdientes Geld. Um einige Schnipsel eines Originalstücks herum lässt sich oft schon innerhalb eines Tages ein neuer Track basteln. Aus diesem Grund scheinen sich immer weniger Remixer wirklich intensiv mit dem zur Verfügung gestellten Ausgangsmaterial zu beschäftigen, was als Ergebnis zwangsläufig Quasi-Eigenproduktionen nach sich zieht. Recht gut bezahlte, wohlgemerkt. Wie viel die Produzenten und DJs Patrick Pulsinger und Erdem Tunakan an ihrer Schwanensee-Bearbeitung verdient haben, wollten sie nicht verraten. Hält man sich jedoch den eben skizzierten Remix-Alltag vor Augen, wird klar, dass es für die beiden Musiker im Fall des Volksopern-Tanzstücks eben nicht so einfach und rund laufen konnte.

Für den Tschaikowsky-Remix-Auftrag der Choreographinnen Liz King und Catherine Guerin war nämlich erst einmal ungewöhnlich langwierige Quellenarbeit in Form von Analysen verschiedener Schwanensee-Aufnahmen

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