Rennen auf der Stelle

Film "Schlaflos in New York" - Steve Martin, Goldie Hawn und John Cleese in einer Komödie, die so unlustig ist wie ihr deutscher Titel.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Eigentlich handelt es sich bei Sam Weismans Film "Schlaflos in New York" gar nicht um eine Genre-Parodie. Sondern um eine Komödie, die schlicht Anreise, Ankunft und die ersten Eindrücke von Neuankömmlingen in New York zum Thema hat. Und zwar in Form einer Serie von Turbulenzen, mit Flugumleitungen, Autounfällen, Handtaschenraub, plötzlicher Kreditunwürdigkeit und Ähnlichem mehr. Steve Martin und Goldie Hawn spielen das mittelständische Ehepaar aus Ohio, dem all diese Katastrophen widerfahren. Zwischenzeitlich, also bis zum glücklichen Finale, leiden ihre Frisur, sein Anzug und beider Nervenkostüm. Am meisten aber leiden die Zuseher, weil sich hier in bewegten Bildern bloß totaler Stillstand breit macht.

Wenn Steve Martin und Goldie Hawn rennen - und das müssen sie in diesem Film häufig tun, weil ihnen der Zug davonzufahren droht, weil man ihnen einen großen Hund hinterher hetzt oder weil man sie beim Zechprellen erwischt hat -, wenn sie also rennen, dann sieht das immer ein


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