Literatur gehört gehört

Literatur Das Hörbuch hat sich vom Stief- zum Liebkind der Branche entwickelt und wurde zum boomenden Experimentierfeld neuer Verlagskooperationen.

Kultur | Petra Rathmanner | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Fünfzig Millionen Mark Jahresumsatz, verteilt auf 150 Verlage mit insgesamt mehr als 4000 Titeln - nicht schlecht für ein Produkt, das sich erst in den letzten Jahren vom Stief- zum Liebkind der Branche entwickelt hat: das Hörbuch. Die Literatur aus den Lautsprecherboxen wird nach ihrem Boom in den USA auch in Europa immer beliebter, der wirtschaftliche Erfolg geht Hand in Hand mit der Anerkennung im Feuilleton. Sogar die FAZ hat in Sachen Literatur bereits eine "Renaissance des Hörens" ausgerufen.

Marktführer ist der 1993 gegründete Münchner HörVerlag (DHV), eine Kooperation von acht renommierten Verlagen, darunter Kiepenheuer & Witsch, Suhrkamp und Carl Hanser. Der DHV-Blockbuster "Sofies Welt" markierte 1995 für Kenner der Hörbuchszene den Wendepunkt: Zeichnete man bislang vor allem Klassiker der Weltliteratur oder Autorenlesungen auf, werden seit der Vertonung von Jostein Gaarders Roman zunehmend Bestseller auf CD-Format gepresst. Und das zuweilen mit hohem künstlerischem


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