Gipfel der Fragen

Bergbuch Vor 75 Jahren starben George Mallory und Andrew Irvine bei der versuchten Erstbesteigung des Mount Everest. Im Mai dieses Jahres wurde Mallorys Leiche entdeckt - von der man sich die Lösung eines der größten alpinistischen Rätsel erhoffte.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Der 1. Mai dieses Jahres war für die fünf Männer ein ungewöhnlicher Arbeitstag: An der Nordflanke des Mount Everest, auf rund 8200 Meter Höhe, sollten sie nach den Überresten eines toten Bergsteigers suchen, der seit 75 Jahren dort oben lag. Bereits nach 90 Minuten wurde einer von ihnen fündig: Der US-amerikanische Bergsteiger Conrad Anker entdeckte im Geröll einen Körper, an dem noch wollene Kleidungsreste sowie ein alter Nagelschuh hingen.

Wie sich bald herausstellen sollte, hatte man die Leiche George Mallorys gefunden, des großen Mythos vom Mount Everest. Wenige Stunden später war der Sensationsfund via Internet rund um den Globus bekannt; mehrere Medien hatten die Suchexpedition mitfinanziert. Im Zentrum der weltweiten Berichterstattung stand sofort wieder die eine Frage: Hatte der Brite vor seinem Tod - und damit knapp dreißig Jahre vor Edmund Hillary und Tensing Norgay - den Gipfel des Mount Everst erreicht oder nicht?

"Weil er da ist." Das war Mallorys legendäre Antwort


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