Nüchtern betrachtet: Ich lasse Pressspanplatten zersägen

Kultur | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Es ist einer dieser Montage, an denen ich mit wunden Daumen und eingerissenen Fingernägeln aufwache. Hat mir aber auch niemand angeschafft, am Abend davor ein Kilo selbst geöffneter Pistazien zu fressen. Schlechte Angewohnheit. Man kriegt bloß eine Figur wie ein Gewerkschafter, und ganz so schlau, wie die Nussindustrie immer behauptet, machen Nüsse sicher auch nicht. Kopfmäßig ist es ebenfalls nicht zum Besten bestellt. Das liegt aber mehr an dem fantastischen Grappa, den mir Martha zum Geburtstag geschenkt hat (komisch, alle schenken mir Schnaps). Nur die Rückenschmerzen haben nichts mit den schlimmen Ernährungsgewohnheiten zu tun, sondern mit den Tausenden CDs und den Pressspanplatten, die mich die letzten Tage beschäftigt haben. Heutzutage können die Kids ja Computer bedienen, noch bevor sie trocken sind (diesen Satz möchte ich allen zweit- und drittklassigen Kabarettisten dieses Landes zur gefälligen Verwendung schenken; da lässt sich doch einiges drauf aufbauen!), aber


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