Sideorders: Essen im Meinl

Stadtleben | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Ein "Retail-Theater" schwebte Julius Meinl V. vor, die neue Art des Erlebniseinkaufs. Worauf im neuen Meinl kurioserweise fast gänzlich vergessen wurde, ist der Kaffeebereich. Feilich bekommt man den Meinl-Kaffee an der hübschen Bar im Restaurant, und an den Tischchen bei der Käsebar wird er ebenfalls serviert. Nur erscheint das angesichts des augenblicklichen Kaffee-Trends und der eigenen Vergangenheit fast ein bisschen wenig. Was man indes bekommt, ist folgendes: Saft- und Salatbar (Gemüseabteilung) Klar, dass hier das Marktstandlprinzip bemüht wurde, aus einem Brunnen gluckert das Wasser, aus den Lautsprechern tönt generiertes Vogelgezwitscher, an der Bar mit den hübschen Stehtischchen gibts fünf Fruchtsäfte (öS 20,-/35,-), einen Karotten- und einen Paprikasaft, ein paar herausfordernde Mischungen sowie diverse Milchmixgetränke. Zu beißen bekommt man Blatt- oder gemischten Salat (öS 30,-/60,-), die nach Wunsch mit Schinken, Käse, Artischocken oder Meeresfrüchten belegt werden.

Absolut Meinl-Bar (Fischabteilung) Hier trinkt man Schampus, Wodka oder Sauvignon blanc, zu essen gibts im Tiefkühl-Ambiente frisch gemachtes Sushi (öS 120,-), Lachs, Shrimps-Cocktail, natürlich die Austern (leider nur eine Sorte, sechs Stk. öS 180,-) und ein breites Spektrum von Kaviar auf Blini für den, der gerade zwischen öS 1100,- und 2400,- einstecken hat.

Käsebar (Käseabteilung) Hier wird in hübscher, weiß getäfelter Landhaus-Atmo der kleine, mittlere oder große Käseteller gereicht (öS 75,- bis 145,-), oder der Ziegenfrischkäse mit Stangensellerie (öS 105,-) oder die Polenta mit Fontina und Trüffelöl (öS 90,-). Das hier angebotene Sortiment an offen ausgeschenkten Weinen (elf Stück) ist zwar nicht billig, aber repräsentativ.


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