Zehn Jahre Familienbetrieb

Nachtleben Seit zehn Jahren gibt es im U4 die schwule Clubnacht "Heaven". Gäste und Macher des Donnerstags-Clubs haben sich verändert - die Szene auch.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Für täglich Alles war es ein Skandal: Pop-Ikone Grace Jones benahm sich auf der Tanzfläche der Meidlinger Diskothek richtig daneben. Und zwar mit ihrem Lover. Eine ganze Bilderserie widmete das Boulevardblatt vor fünf Jahren Richard Lugners Opernballgast. Holger Thor hat der "Skandal" damals ausgezeichnet gefallen. "Auf diesen Artikel habe ich mir einen runtergeholt", sagt der Macher des "Heaven" und grinst. Grace Jones war nur einer von vielen Gästen, die an den letzten 520 Donnerstagen im U4 bei der beliebtesten schwulen Clubnacht der Stadt ihren Spaß hatten. Jetzt wird "Heaven" zehn.

In den Neunzigerjahren hat sich Wien gewandelt, was schwulen Lifestyle und gesellschaftliche Akzeptanz betrifft. "Heaven" hat eine Menge dazu beigetragen. Immer noch gehört die "Gay Night" zum Angesagtesten, was diese Stadt clubmäßig zu bieten hat.

Vor zehn Jahren, als in Wien die schwule Subkultur noch im Verborgenen lag, begründete der Architekt Walter Bauer die "Heaven Gay Night Vienna". Die Veranstaltung


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige