Tier der Woche: Bleigesicht


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 50/99 vom 15.12.1999

Es war einmal ein Fisch namens Fasch Der hatte einen weißen Asch, Berthold Brecht Während anderswo Rentiere, Lämmer oder sonstige warmblütige Tiere verspeist werden, kommt in Wien zu Weihnachten Karpfen auf den Tisch. Diese Tradition mag auch damit zu tun haben, dass diese Stadt am zweitlängsten und fischreichsten Fluss Europas liegt, der seit jeher zur Versorgung der Hauptstadt mit Proteinen beigetragen hat. 59 verschiedene Fischarten kommen im österreichischen Abschnitt vor, und in kraftwerksfreien Zeiten waren es noch einige mehr. Zum Beispiel der fast zwei Meter lange Hausen (Huso huso), ein Verwandter des Störs, der zum Ablaichen aus dem Schwarzen Meer die Donau bis nach Bayern hinaufschwamm. Wenn die 1,5 Tonnen schweren Tiere in immer enger werdenden Seitenarmen festsaßen, konnten sie von den Bauern mit einer Mistgabel abgestochen werden.

Auch Beethoven schätzte Donaufische auf seinem Speisezettel, was ihm letztlich zum Verhängnis wurde. Als er 1827 im Alter von 56

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige