"Neger, Arschloch, Trottel"/Generalinspektor Franz Schnabl: "Unabhängige Truppe schaffen"

Politik | aus FALTER 51/99 vom 22.12.1999

Franz Schnabl, Generalinspektor der Wiener Sicherheitswache und damit Vorgesetzter aller uniformierten Wiener Beamten, nimmt erstmals zu den Vorwürfen gegen die Sicherheitswache Stellung. Schnabl kritisiert auch den neuen Antifoltererlass des Justizministeriums und die zu langsam arbeitende Justiz. Der Generalinspektor fordert nun eine unabhängige Sondertruppe der Justiz, die Misshandlungen schneller aufklären soll.

FALTER: Herr Generalinspektor, was war in diesem Jahr mit der Polizei los? Die Übergriffe nehmen kein Ende.

FRANZ SCHNABL: Statistisch ist das Jahr 1999 nicht auffällig. Wir haben zwei behauptete Misshandlungen mehr als 1998, nämlich 211.

Das Verhältnis von behaupteten Übergriffen zu Verurteilungen ist 211 zu drei. Ist das nicht seltsam?

Bei Amtshandlungen mit Widerstand geht es um Sekunden. Wenn ein Polizist länger als notwendig Gewalt anwendet, ist es schwierig, dies durch Gutachten zu beurteilen. Aber eines möchte ich klar sagen: Die Schwarze-Schaf-Theorie, wo Beamte


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