Wienzeug

Politik | aus FALTER 51/99 vom 22.12.1999

Historiker-Protest Die Diskussion um die Errichtung eines "Hauses der Geschichte" beziehungsweise eines "Hauses der Toleranz" reißt nicht ab. Gab es bisher hauptsächlich zwischen den jeweiligen Förderern der beiden Projekte, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) und Wissenschaftsminister Caspar Einem (SPÖ), Reibereien, greifen nun Österreichs Historiker geschlossen in die Debatte ein. Die Wissenschaftler begrüßen zwar die Bereitschaft, zeitgeschichtlich relevante Forschung und deren Präsentation zu fördern, fühlen sich durch die eingeschlagene Vorgangsweise aber, auf gut Wienerisch, gehäkelt. In einer von namhaften Historikern Österreichs unterzeichneten Protestnote wird die Vorgangsweise als "wissenschaftlich fragwürdig" kritisiert: Statt des vom Nationalrat in einem Entschließungsantrag in Auftrag gegebenen Ideenwettbewerbes seien im Stile von "Auftragsgeschichtsschreibung" ohne weitere Diskussion Umsetzungsaufträge vergeben worden. Die Unterzeichner können sich


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