Fettes Jahr, mageres Jahr/Pop

Kultur | aus FALTER 51/99 vom 22.12.1999

1 Scritti Politti: Anomie Et Bonhomie Virgin Es gibt sie noch, die Konsensplatten. Hier schütteln sich Alternative Rock und Hip Hop die Hand.

2 Manu Chao: Clandestino Virgin France Weltreise eines Anarchisten in Spanisch, Französisch und Englisch. Mit Äffchen, die Bongo spielen.

3 Tom Waits: Mule Variations Epitaph/Edel Der fast vergessene Held der Gymnasiasten von gestern kommt zurück und schnupft nebenbei Beck.

4 Blumfeld: Old Nobody Zomba Die Hamburger Band macht die Tür auf und lässt den Frühling rein: gefühlvoller Pop, gescheite Texte.

5 Mos Def: Black on Both Sides Rawkus/Zomba Neuer Hip Hop-Superstar. Enorm vielseitig und politisch wichtiger als Public Enemy zu ihrer besten Zeit.

6 Flaming Lips: The Soft Bulletin Warner Eine psychedelische Großtat: Die längst überfällige Erhebung des Gongs zum führenden Instrument.

7 Texta: Gegenüber Geco/Hoanzl Die Linzer bringen mit ihrem vielschichtigen Album Österreich auf die Hip Hop-Landkarte.

8 Smog: Knock Knock Domino/Zomba Mit erschütternder Verlässlichkeit produziert Bill Callahan jedes Jahr eine traurigste Platte aller Zeiten.

9 Fennesz: +47¡ 57' 37" -16¡ 51' 08" Touch/M.DOS Zuckerbrot und Peitsche: Ausgesucht schöne Klänge und anstrengende Passagen aus dem Notebook.

10 Pet Shop Boys: Nightlife EMI Von Charts und Kritik übersehenes Füllhorn glitzernder Hi-NRG-Melancholie. Auch Pop darf Adult sein.


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