Fettes Jahr, mageres Jahr/Literatur

Kultur | aus FALTER 51/99 vom 22.12.1999

1 Michel Houellebecq: Elementarteilchen DuMont Thesenroman über die Folgen von 68 und die sogen. sexuelle Befreiung - grimmig und kontrovers.

2 Laszlo Krasznahorkai: Krieg und Krieg Ammann Der noch viel zu wenig bekannte ungarische Romancier fabuliert sich virtuos durch die Jahrhunderte.

3 James Salter: Dämmerung Berlin Verlag In der Kurzform in Höchstform: kurze, melancholische Erzählungen über Abschiede im und vom Leben.

4 Magdalena Sadlon: Die wunderbaren Wege Zsolnay Das Debüt des Jahres aus heimischer Sicht: grandioses Porträt eines ziemlich unleidlichen Zeitgenossen.

5 David Sedaris: Nackt Haffmans Aus dem Leben eines Vollwapplers: Mit herbem Humor erzählt, von Harry Rowohlt ins Deutsche verbessert.

6 Paulus Hochgatterer: Caretta, Caretta Deuticke Ein verhaltensauffälliger junger Stricher als ziemlich gewitzter und cooler Erzähler einer spannenden Story.

7 Norbert Gstrein: Die englischen Jahre Suhrkamp Vielstimmiger Roman über eine fingierte Identität, das Thema Exil aus "spätgeborener" Sicht reflektierend.

8 Marlene Streeruwitz: Nachwelt.

S. Fischer Eine Wienerin in L.A.: konfrontiert mit der Biografie Alma Mahlers, der eigenen Einsamkeit, dem Alltag.

9 Rainald Götz: Abfall für alle Suhrkamp Die tagtäglichen Notate des ravenden 40-something sind noch immer die spannendste "junge" Literatur.

10 Hanna Krall: Das ist kein Fluss Neue Kritik Die polnische Autorin folgt den Spuren der Judenvernichtung auch dorthin, wo sie bereits getilgt wurden.


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