Streifenweise

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 51/99 vom 22.12.1999

Der Titel spricht Bände: "Begegnung des Schicksals" ("Random Hearts") heißt der aktuelle Film von Veteran Sydney Pollack ("Out of Africa", "Tootsie" et al.), in welchem Harrison Ford und Kristin Scott Thomas einander schicksalhaft begegnen, weil ihre jeweiligen Ehepartner (Susannah Thompson, Peter Coyote) eine Affäre hatten und gemeinsam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Abgesehen von wörtlich übersetzten ("Sei nicht lächerlich") oder anderweitig tiefgründigen Dialogpassagen ("Wer ist die Frau, die meine Kleider trägt und meinen Körper benutzt. Ist sie ständig wohnhaft?"), kann man im Film vor allem dabei zusehen, wie (sich) Männer Frauen inszenieren. Harrison Ford (re)konstruiert seine tote Gattin und ist besessen davon, materielle Anhaltspunkte für ihren Betrug und dessen Dauer zu finden; Pollack dagegen tritt als cooler Wahlkampfmanager für eine blasse Scott Thomas auf den Plan und führt so doppelte Regie. Das ist insgesamt so gepflegt, nichtssagend und


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