Schüssels Dornen-Krone/"Das wird es nicht spielen"

Dokument Vor kurzem gab Hans Dichand dem ORF-Radio-"Mittagsjournal" eines seiner seltenen Interviews. Der "Falter" bringt das Gespräch leicht gekürzt zum Nachlesen. Der "Krone"-Herausgeber über die Lage der Nation, journalistischen Instinkt, die Streicheleinheiten für seine Hunde und warum ihm Macht so unangenehm ist.

Politik | aus FALTER 02/00 vom 12.01.2000

ORF-Mittagsjournal: Herr Dichand, (...) Ihnen wird ein Zitat zugeschrieben: "Tiere, Kinder und Mädchen". Ist das das Erfolgsrezept Ihrer Zeitung?

Hans Dichand: (...) Es gehört dazu, es ist eigentlich für die Illustration gedacht. In erster Linie eigentlich Kinder, Mädchen, Tiere. So ist die richtige Reihenfolge. Ich glaube, das Erfolgsgeheimnis der Kronen Zeitung liegt an verschiedenen Dingen. Am Format, (...) an der Unabhängigkeit, an der Regionalisierung, am Vertriebssystem (...) und vielleicht, dass wir unserem Leser stärker verpflichtet sind. (...)

(...) Ihre Memoiren, vor drei Jahren erschienen, nannten Sie "Im Vorhof der Macht".

Ich glaube, dass dort der Platz für den Journalisten ist, der ja keine Macht ausüben soll. (...) Der Journalist darf nicht mitregieren wollen, aber er kann für die Leser eintreten, wo er meint, dass die Regierung versagt. Und das tut sie ja manchmal.

Wie merken Sie, was Ihr Leser denkt (...)?

Es ist so, dass wir es manchmal bemerken. Jetzt zum Beispiel


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