Here comes Cezanne

Kunsttourismus Die Cezanne-Schau im Kunstforum ist ein Musterbeispiel dafür, wie man aus einer Ausstellung einen profitablen "Event" macht. Ohne breite Marketing-Offensive und langfristige Logistik geht heute gar nichts mehr.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 02/00 vom 12.01.2000

Haben Sie eigentlich schon Ihr Ticket? Wenn nicht, dann sind Sie mutig. Denn die Zeiten, in denen man kurzfristig über einen Ausstellungsbesuch entschied, gehören der Vergangenheit an. Wer die Ausstellung "Cezanne. Vollendet - unvollendet" sehen will, die am 19. Jänner im Kunstforum der Bank Austria eröffnet wird, muss neue Spielregeln lernen: zum Beispiel, dass schon Monate vor Ausstellungseröffnung Karten im Vorverkauf erhältlich sind, dass man Blanko- oder zeitlich gebundene Tickets erwerben kann und dass man unter der Woche weniger Eintritt bezahlt als am Wochenende.

Eingeführt wurde die Karten-Kontingentierung zur optimalen Verteilung der erwarteten Massen. Man rechnet mit rund 250.000 Besuchern, die sich bis 25. April an den 120 ausgestellten Werken von Paul Cezanne (1839-1906) vorbeischieben werden. Ab dieser Besuchermenge hätte sich die Ausstellung mit ihren circa 25 Millionen Schilling Gesamtkosten refinanziert. Aber auch 300.000 scheinen keineswegs unmöglich - genug Werbung


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