Tullamore Joyce

Literatur Roger Boylans irische Farce "Killoyle" ist Harry Rowohlts 100. Übersetzung. Ein würdiges Jubiläum.

Kultur | Erwin Quirchmair | aus FALTER 02/00 vom 12.01.2000

Das Wichtigste zuerst. Also Alkohol: "Das wird der Tod der irischen Nation sein; merken Sie sich meine Worte. Einmal wurde ich so hereingelegt, dass ich während eines einzigen feuchten Mittagessens elf Runden ausgeben musste, und außer mir war niemand in der Bar!" Erkenntnisse wie diese finden sich seitenweise in "Killoyle". Dafür wenig Sex. Frönt doch der Ire an und für sich eher dem Guinness als dem GV. Und Gott? Kommt auch vor, ja.

Hochprozentiges spielt jedenfalls die Hauptrolle in der südirischen Kleinstadt Killoyle, die man, wenn man will, zwischen Wexford und Waterford ansiedeln kann. Etwa 41 Meilen südöstlich von Cork. Und 121 Meilen südwestlich von Dublin. Auf der Landkarte wird man Killoyle freilich vergebens suchen. Die Stadt existiert nur im Kopf des Autors.

Roger Boylan, 1951 in Irland geboren, aufgewachsen in Genf, Paris und Rom, besuchte die Universitäten von Edinburgh und Derry. Auf die Frage, was er denn dort studiert habe, antwortete er: "Vor allem das Innere von


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