Stadtrand: Beknackte Hüte

Stadtleben | aus FALTER 02/00 vom 12.01.2000

Es ist ja nicht so, dass der Durchschnittsbürger mit einem überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten geschlagen ist. Im Gegenteil, viele können ihren IQ gleich um mindestens 10 Punkte erhöhen, indem sie einfach den Mund zumachen. (Das sieht dann auch gleich gescheiter aus.)

Warum also ein bestimmter Menschenschlag trotzdem alles daran setzt, der Chance redefreier Phasen entgegenzuarbeiten, indem er sich möglichst bekoffert herrichtet, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

Es beginnt vor Weihnachten. Sobald die ersten Punschstände stehen, tauchen auch die ersten Leute mit Weihnachtsmannhauben auf. (Oft durch blinkende Pömmel verschärft.) Zu Silvester trugen sie dann Haarreifen mit wippenden "2000"-Antennen. Oder sie schnallten sich - ein Verkaufshit sondergleichen - rosa Schweinchenhauben um.

Haben diese Menschen keinen Spiegel zu Hause? Sind sie einfach nur alkoholisiert oder auch noch Opfer boshafter "Freunde"?

Und: Sind die Designer solcher - ähm - "Dinger" einfach nur manchmal schlecht drauf oder prinzipiell Menschenhasser? Nachzufragen am besten beim nächsten Rockfestival. Wenn alle wieder mit diesen vertrottelten Samtkasperlhauben herumrennen. S. N.


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