Einmal voll denken, bitte!/Streitgespräch: Glaube, Liebe, Hoffnung

Politik | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Karl Duffek und Boris Marte zählen zu den anerkanntesten Vordenkern ihrer Parteien - freilich unter verschiedenen Voraussetzungen. Während der "Busekianer" Marte mit seiner Liberalen Plattform in der ÖVP an Isolation leidet, ist Duffek als Leiter der SPÖ-Parteiakademie "Renner-Institut" eng in die strategischen und inhaltlichen Entscheidungen der SPÖ eingebunden.

Falter: Was soll an einer rot-schwarzen Koalition neu sein?

Duffek: Mir fallen drei Punkte ein: Erstens, dass ein paar große Reformprojekte gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden. Zweitens beim Regieren versucht wird, die Zivilgesellschaft stärker einzubinden. Drittens muss es ein gemeinsames Wollen der Partner geben zu kooperieren. Am Ende der letzten Legislaturperiode entstand ja der Eindruck, da arbeiten zwei miteinander, die nicht miteinander wollen. Ich erinnere nur an die viel zitierten "Sicherheits-", "Budget-" und "Pensions-Lügen". Trotz aller Enttäuschungen sind unsere Leute bereit, diese Bedingungen zu erfüllen.

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