Selbstmord auf Raten

Liberale Nach wochenlangem öffentlichem Streit rechnet die Wiener Landesgruppe nun in einem internen Arbeitspapier mit Heide Schmidt ab. Wird das LIF populistisch?

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Das Kreuz bleibt in der Schule. Weihnachts- und Urlaubsgeld am Konto. Sterbehilfe ein Tabu. Die "heiligen Kühe" der Österreicher im Stall. Die Wiener Landesgruppe des Liberalen Forums skizziert in einem internen Arbeitspapier, das dem Falter exclusiv vorliegt, die Zukunft des LIF. In der sollen Forderungen, die "abschreckend oder als politische Themen völlig ungeeignet sind", über Bord geworfen werden.

Von einer Neugründung unter einem anderen Namen ist zwar keine Rede mehr, aber ein "Relaunch" soll es schon werden. Und das, wenn möglich, ohne ehemalige FP-Politiker: "Eine Emanzipation von den Gründungsmitgliedern ist Voraussetzung für einen Relaunch", heißt es in dem Konzept, das die parteiinterne Diskussion seit dem Wahldebakel vom 3. Oktober zusammenfasst. Das gilt natürlich auch und besonders für die scheidende Chefin, deren Führungsstil scharf kritisiert wird: "Die Positionierung des Liberalen Forums in der Öffentlichkeit wurde hauptsächlich von persönlichen Standpunkten


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