Operation Grisu

Überwachung Ein unschuldiger Feuerwehrmann aus St. Georgen entdeckt an seinem Auto einen Peilsender. Nun will er ihn so lange nicht mehr herausgeben, bis die Polizei die Bespitzelung zugibt.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Es war Lynchjustiz. Am Schluss baumelte er an einem Pfosten im Einsatzzentrum der Feuerwehr in St. Georgen. "Ich habe nur ein kleines Geräusch gemacht, wurde ausgesetzt und bin ein wenig mitgenommen" steht darunter geschrieben. Das piepsende Gerät, das an den Galgen geknüpft wurde, hatte kurz zuvor noch gehörig Schreck eingejagt.

Als der Feuerwehrmann Andreas Palmetshofer vor einigen Wochen in sein Auto stieg, nahm er ein seltsames Piepsen wahr. "Ich hab mich runtergebückt und dann da unten eine graues Trumm entdeckt, das mit einem Magneten befestigt war. Ich war kasweiß. Ich hab gedacht, das ist eine Bombe." Palmetshofer stellt sein Auto in die Garage. Nach wenigen Minuten dämmert es ihm: Irgendwer hat seinen Wagen mit einem Peilsender ausgestattet. "Ich hab der Polizei ein paar wertvolle Hinweise gegeben, und jetzt picken s' mir das Kastl aufs Auto, um mich zu bespitzeln", ärgert sich der St. Georgener noch heute.

Der erste Gedanke des Feuerwehrmanns: "Ich pick den Peilsender auf


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