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Briefwahl Die SPÖ hat ihren Widerstand gegen die Briefwahl aufgegeben. Bleiben die Bedenken der Wahlexperten im Innenministerium: Ist der Österreicher in der Lage, ein Formular korrekt auszufüllen?

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Der Bergbauer, der mit der Bergbäuerin, drei erwachsenen Kindern, seiner Mutter und einem betagten Onkel auf einem Bergbauernhof in einem entlegenen Tiroler Tal lebt, ließ die SPÖ jahrelang vor der Briefwahl zittern. Denn der patriachalische Bergbauer könnte ja die Stimmzettel für die ganze Familie ausfüllen. Das macht sieben ÖVP-Stimmen auf einen Streich, rechneten die Sozialdemokraten besorgt nach.

Bei den Regierungsverhandlungen der letzten Wochen ließ sich die SPÖ dann aber doch umstimmen. "Es war eben ein ganz, ganz dringender Wunsch der ÖVP", heißt es im SP-Parlamentsklub. Die Wähler werden sich also künftig nicht mehr ins Wahllokal bemühen müssen. Sie können ihren Stimmzettel auch aus dem Inland mit der Post schicken, was bisher nur mit Wahlkarte aus dem Ausland möglich war. Mit drakonischen Strafen für Stimmenfälscher, aber auch für jene, die ihre Simme fälschen lassen, will die SPÖ Missbrauch verhindern.

In der Wahlabteilung des Innenministeriums hat man ganz


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