Vorbild für die Politik?

Internet Mit der Fusion von AOL und Time Warner ist die größte Medienhochzeit aller Zeiten über die Bühne gegangen.

Medien | Markus Zwettler, Hannes Stieger | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

In einem nichtssagenden braunen Ziegelbau eines Vororts von Wa-shington sitzt Terry Laber, Vizepräsident des weltgrößten Internet-Providers America Online (AOL). Die Aircondition summt, Projektoren werfen aktuelle Charts an die Wand: Wie viele Menschen sind logged on, gibts Probleme im Netz? In diesem Moment betritt ein ranghoher Charge der US Army die Szene. Er möchte von Terry Ratschläge haben, wie die Armee am effizientesten ein globales E-Mail-System betreiben könne. Terry lächelt: "Ganz einfach. Sie eröffnen einen Account bei AOL. Kostet Sie 21,95 Dollar monatlich."

Solches Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. AOL hat derzeit weltweit 22 Millionen Kunden. 80 Millionen, davon die Hälfte außerhalb der USA, nutzen Internet-Software von AOL. Einwahlknoten befinden sich in mehr als 1500 Städten und in über 100 Staaten. Die Netzwerk-Company hat einen Börsenwert von mehr als 160 Milliarden Schilling. Das ist rund ein Drittel des Microsoft-Wertes, aber immerhin das Dreifache


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