Im Kino auf der Couch

Film Eine Filmreihe im Votiv-Kino geht den engen Beziehungen von zwei wirkungsvollen Erfindungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts nach: dem Kino und der Psychoanalyse.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Die Psychoanalyse geht ins Kino: Frei nach Freud müssen sieben Schleier fallen, bis "the naked mind" sich offenbart und der Arzt daran gehen kann, die psychische Blockade seiner Patientin zu durchbrechen. Francesca Cunningham (Ann Todd), gefeierte Konzertpianistin und reiche Erbin, wird nach einem Selbstmordversuch Dr. Larsen (Herbert Lom) überantwortet, der sie in narkotisiertem Zustand in die Vergangenheit zurückkehren lässt, um dort die Lösung für ihre "Krankheit" zu finden.

"The Seventh Veil" heißt Compton Bennetts Spielfilm aus dem Jahr 1945. Er steht am Beginn von "Schaulust. Psychoanalyse im Film", einer Filmreihe zu den Ausstellungen "Sigmund Freud: Konflikt und Kultur" (in der Österreichischen National Bibliothek) und "Psychoanalyse in Bewegung" (im Sigmund-Freud-Museum); darin werden insgesamt mehr als zwei Dutzend Arbeiten - Spiel-, Avantgarde- und US-Stummfilme sowie Sally Potters filmische Dekonstruktionen von "Frauenbildern" - versammelt.

Die Beziehungen zwischen Psychoanalyse


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