Piefkes Heimspiel

Fernsehen Er dringt in Wohnungen ein, bringt biedere Menschen dazu, die Hosen runterzulassen, und ist für viele Zuseher der einzige Grund, sich "Absolut Life" anzuschauen: Thomas Schüttken, öffentlich-rechtlicher Rammbock.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit der ganzen Familie in trauter Eintracht um den Esstisch und es läutet an der Tür. Draußen steht ein schlaksiger Deutscher mit wahrlich großer Klappe und Kamerateam und bietet Ihnen Geld, wenn Sie "mit ihm spielen". Eine knappe Stunde später haben Sie in voller Montur und kaltem Wasser gebadet, Lieder gesungen, Hosen runtergelassen oder (dem schlaksigen Deutschen) wieder raufgezogen, den Abfall auf den Küchenboden geleert und sortiert, den Kleiderschrank ausgeräumt bekommen, wieder eingeräumt und wieder ausgeräumt bekommen, mit Ihren WG-Genossen Bockspringen gespielt, auf dem Tisch getanzt (Sie sind Universitätsprofessor), mit Eiern jongliert, als Mann Strapse angezogen - und sind um 10.000 Schilling reicher.

Thomas Schüttkens TV-Rubrik "Schüttkens Heimspiel", fixer Bestandteil von Karin Resetarits' Sendung "Absolut Life", reiht sich nahtlos in die Sendungen der (ebenfalls deutschen) Privat-TV-Anarchos Hape Kerkeling und Stefan Raab ein.

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