Willkommen im Telefonfoyer

Kommunikation Anruf genügt - die nächste Warteschleife wartet schon. Oder: Wie dynamische Unternehmen dynamische Warteschleifen haben und andere Betriebe Warteschleifen zu wörtlich nehmen.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Angenommen, Harald Langer gerät beim Telefonieren in eine ewig sich hinziehende Warteschleife: Dann könnte er von seinem Sessel aufstehen und in die Mitte des Büros gehen. Und auf den von der Decke baumelnden Sandsack eindreschen. Folgende Szene mag sich abspielen: "Wir werden gleich, gleich!, für Sie da sein", stößt der bullige Langer hervor - Punch -, "sobald eine Leitung frei wird", ätzt er - linke Gerade -, "es tut uns Leid" - es tut uns Leid!: rechte Gerade unter die Gürtellinie -, "dass wir für Sie noch nicht da sein können".

Ja, sagt Harald Langer, auch er sei genervt und das Warten bereite ihm auch nicht mehr Spaß, wenn er beim Telefonieren auf ein Endlosband geschaltet werde. Aber der Mann schlägt natürlich nicht auf den Sandsack in seinem Büro ein. Er hört sich das Endlosband genau an und analysiert. Schließlich ist das sein Job. "Ist die Qualität der Musik gut, wie reden die Sprecher, was sind die Messages, baut das Band die Akzeptanz für Wartezeiten auf?"

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