Tier der Woche: Letzte Ölung

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Durchsucht man das Internet nach den Stichworten "Ölpest" und "oil-spill", dann kann man feststellen, dass mit ziemlicher Regelmäßigkeit weltweit zweimal im Jahr ein größerer Tankerunfall passiert. Insofern dürfen wir uns freuen, dass Österreich zwar eine Insel ist, aber dennoch nicht am Meer liegt. Als im Frühjahr 1989 aus der "Exxon Valdez" 42.000 Tonnen Öl in den Prince-William-Sund flossen, wurden letztlich 2000 Kilometer Küste verwüstet. 30.000 Seevögel, 1000 Seeotter, 300 Robben und 250 Seeadler starben infolgedessen. Andere davon betroffene Tiere wie Lachs und Hering wurden erst gar nicht gezählt. Die Fischbestände sind heute noch immer um mindestens die Hälfte reduziert. Die eingeklagten fünf Milliarden Dollar Entschädigung sind aufgrund des Instanzenzugs immer noch nicht ausgezahlt worden.

Der Unfall an der bretonischen Atlantikküste hat fast entsprechende Dimensionen: Von den 30.000 Tonnen Öl, die der Tanker geladen hatte, sind bislang 11.000 Tonnen ausgetreten


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