Neues für die Zukunft

Musik. Peter Oswald, der langjährige Geschäftsführer des Klangforum Wien und neue Intendant des steirischen herbstes, gründete ein Label für potenzielle Klassiker der Neuen Musik.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 04/00 vom 26.01.2000

Alles Geschmacksfrage. Ausschließlich nach diesem Kriterium richtet sich Peter Oswald bei der Programmierung seines neuen Neue-Musik-Labels Kairos, benannt mit dem altgriechischen Wort für "der erfüllte Augenblick": "Das ganze Unternehmen ist eine private Liebhaberei von meiner Frau und mir. Also bringen wir auch nur raus, was uns gefällt." Ganz einfach. Und weder beliebig noch einfallslos. Denn Peter Oswald ist ein ausgewiesener Auskenner, wenn es um Neue Musik ganz allgemein und solche aus Österreich im Speziellen geht - worüber der Viel- und Schnellredner im Gespräch auch keinen Zweifel aufkommen lässt.

Ohne Punkt und Komma, aber mit ungebremstem Enthusiasmus erzählt der Vorarlberger, wo im Musikgeschäft er nicht schon überall seine Finger im Spiel gehabt hat: Als Falter-Autor "elend langer" Analysen neuer Werke von Pierre Boulez oder Wolfgang Rihm etwa, die ihn 1985 für das Pressereferat der Universal Edition empfahlen, dem Verlag u.a. von Alban Berg, Luciano Berio, Arvo


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