Aufgeblättert

Kultur | aus FALTER 04/00 vom 26.01.2000

Menschen, die die Aussendungen von IG-Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss nicht sofort archivieren, können nun mit dem "Schwarz.Buch" sozusagen Ordner plus Inhalt in einem erwerben. Der Komplettismus, dem das voluminöse Werk huldigt, gewinnt in der vollständigen Auflistung diverser Unterschriftenlistenunterzeichner zwar parodistische Züge; andererseits ist es aber gerade die minutiöse Dokumentation des medialen kulturpolitischen Alltags, die den Band auszeichnet. Geordnet nach nicht immer brauchbaren Stichworten, findet man hier von "Anschlagzeile" (diverse Aufrufe und Artikel rund um die erste Briefbombenserie) bis zu "Zweitversuch" (die Freiheitlichen und die Kunst) alles, wozu sich die IG-Autoren in den letzten Jahren geäußert hat (und das ist bekanntlich nicht wenig). Sehr hilfreich das Register: Wittmann schlägt Haider, und ich komme so oft vor wie Reinhold Messner, aber öfter als Peter Pacult.

Kein besonderer Freund diverser Weiß- und Schwarzbücher ist Oliver Marchart.


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