Wir sind Europa

Seinesgleichen geschieht. Nur sieht der Feschismus, mit den Augen der EU betrachtet, anders aus als hierzulande.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Jetzt haben wir den Scherben auf. "Die da draußen" finden das, woran wir uns seit 1986 gewöhnt haben, nicht lustig. Das Ausland, wieder einmal? Natürlich nicht, wir sind schließlich Europa. Und war es nicht der Jörgl, der - unlängst im Parlament - lustig neben dem Wolfi ein EU-Fähnchen schwenkte, sein Grinsen im Gesicht, das sich so gut als mimisches Dementi alles dessen eignet, was er gerade sagt oder tut. "Meinetwegen", entschuldige ich mich halt, wenn der teppate Chirac so empfindlich und die belgischen Kinderschänder so humorlos sind.

Man solle, sagte Wolfgang Schüssel in Richtung EU, nicht etwas beurteilen, was es noch gar nicht gebe. Man dürfe nicht von dem ausgehen, was vor zehn, vier oder einem Jahr gesagt wurde oder geschehen sei. Diese Haltung scheint mir zwar nicht unverständlich (wie sonst, als mit der Kraft, den Bärentaler harmlos zu reden, könnte Schüssel seine Zusammenarbeit mit ihm legitimieren?). Aber sie scheint mir auch typisch für jene Art österreichischer


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