Der EU-Boykott

Jetzt erst recht?

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Wird Österreich das Kuba Europas? Oder handelt es sich nur um "parteipolitische Hitzköpfigkeit und den Versuch, von außen nach Österreich in undemokratischer Weise hereinzuwirken" ((c) Jörg Haider)? Österreichische Diplomaten könnten, wenn die EU-Staaten ernst machen, bald bei ihren iranischen Kollegen um Rat fragen. Denn das letzte Mal zogen die EU-Staaten ihre Botschafter vergangenes Jahr aus dem Land der islamischen Mullahs ab. Auch gegen Serbien, Russland und Pakistan (nachdem es Atomtests durchführte) sind ähnliche Sanktionen von der EU getroffen worden. Österreich befindet sich plötzlich in seltsamer Gesellschaft.

Was vergangenen Montag hinter den gepolsterten Türen der europäischen Diplomaten geschah, ließ die österreichischen Gesandten beinahe vom Sessel kippen. Erstmals drohten 14 EU-Staaten gegenüber einem Mitgliedsstaat mit Boykott und machten die "inneren Angelegenheiten" Österreichs zum EU-Thema. In einer sofort im Internet publizierten Protestnote (siehe: www.portugal.ue-2000.pt)


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