"Ich bin Politiker"

SPÖ. Der neue SPÖ-Bundesgeschäftsführer Alfred Gusenbauer über die Entwicklungshilfe für die SPÖ, die Bereitschaft zu Schandtaten und seine Tobsuchtsanfälle bei der "Presse"-Lektüre.

Politik | Gerald John und Nina Weissensteiner | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Um eine wesentliche Positionierung Alfred Gusenbauers vorweg zu nehmen: Der neue Bundesgeschäftsführer zählt innerhalb der österreichischen Sozialdemokratie eindeutig zur Kuba-Fraktion. Anders als bei der prominenteren Toskana-Fraktion, die eher gepflegte Brunelli zu lagern pflegt, sind die Keller der Kubaner stets mit geräumigen Humidoren ausgestattet. Auch beim Outfit manifestieren sich Unterschiede: Alfred Gusenbauer (Kuba) trägt eine traditionell sozialdemokratisch rote Krawatte auf blauem Hemd, Andreas Rudas (Toskana) nobles Grau. Der 39-Jährige soll auch in der Parteizentrale bodenständiger auftreten als sein bei der roten Basis unbeliebter Vorgänger: Zu Gusenbauers Aufgabe zählt es, Modernisten und Traditionalisten in der SPÖ wieder zusammenzuschweißen.

Falter: Herr Bundesgeschäftsführer, Schlögl oder Einem?

Alfred Gusenbauer: Beide sind hervorragend.

Das ist doch eine Glaubensfrage in der SPÖ.

Das wäre überspitzt. Es ist klar, dass die Sozialdemokratie als eine große

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