Was hätten Sie getan?

Regierungskrise. Die Kandidaten der letzten Bundespräsidentenwahl sagen, wie sie die Situation nach dem 3. Oktober gemeistert hätten. Hat sich das Volk 1999 verwählt?

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Heide Schmidt: "Die demokratiepolitische Qualität der FPÖ halte ich in der Regierung für nicht wünschenswert." So würde es eine Bundespräsidentin Heide Schmidt begründen, dass die Angelobung einer Regierung, in der Freiheitliche sitzen, nicht infrage kommt. Die LIF-Chefin hätte nach der Nationalratswahl vom 3. Oktober nicht wesentlich anders gehandelt als Klestil, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: Sie hätte jeden ihrer Schritte genau erklärt. "Wie sollen die Wähler verstehen, was Klestil tut, ohne dass er sich auch nur irgendwie über die FPÖ geäußert hat?"

Nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP hätte Schmidt als letzten Ausweg das Volk gefragt: "War es das, was ihr gewollt habt?" Hätte die FPÖ bei diesen Neuwahlen erst recht zugelegt, ja dann "hat es die Bevölkerung eben so gewollt".

Ergebnis: Neuwahlen vor Ostern.

Gertraud Knoll: "Ich weiß nicht, was ich nach dem Scheitern der rot-schwarzen Koalition getan hätte." Die evangelische


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