Medien und Politik

Medien | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Wofür stehen Personen? Das wird in der Politik gern gefragt. Nun: Kanzler-Sprecher Kalina wechselt zur Kronen Zeitung, ein nicht ganz unlogischer Karriereschritt, bedenkt man die politische Ausrichtung des Kanzleramts in den letzten Jahrzehnten. Kolina ist immerhin gelernter Journalist. SPÖ-Geschäftsführer Andreas Rudas jedoch geht zu Frank Stronach. Der Blairist verstärkt das Team des Gewerkschafts-feindbilds Nummer eins. Vor allem dieser Wechsel zeigt, dass das Gefühl, was erlaubt ist und was nicht mehr, in der Politik nur noch schwach ausgeprägt ist. Der letzte Arbeiter, der noch an Franz Verzetnitsch glaubt, muss sich verarscht vorkommen. Onkel Frank holt sich offenbar eine Art Konzentrationskabinett ins Haus: Der blaue Grasser ist schon dort, der schwarze Hirschmann kommt angeblich bald. Ein polit-industrieller Feschismus-Komplex nimmt Gestalt an. Politik hat also doch noch was zu reden!

Indessen werden in informellen Koalitionsgesprächen die Konturen der neuen Medienpolitik


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