Lasst die Daten laufen!

Verwaltungsreform Seit drei Jahrzehnten wird daran gearbeitet, die Wiener Stadtverwaltung zu elektrifizieren. Resümee und Ausblick.

Medien | Markus Zwettler | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Eberhard Binder weiß, wovon er redet. "In fünf Jahren werden wir die Volldigitalisierung in Wien erreicht haben." Und er sagt Sätze wie: "Wissen Sie, das größte Problem dabei sind eigentlich die Menschen." Seit 30 Jahren ist der nunmehrige Obersenatsrat damit beschäftigt, der Wiener Stadtverwaltung EDV-Strukturen zu implementieren. Mittlerweile werden in den Amtsstuben und Krankenhäusern 19.300 Personal Computer und 5500 Terminals eingesetzt. Das Sachmittelbudget für das EDV- und Informationsmanagement ist auf 867 Millionen Schilling angewachsen. Die Elektrifizierung der Verwaltung wird auch im kommenden Regierungsprogramm wesentliches Element sein.

Gerne zitiert Binder des Wiener Bürgermeisters Slogan: "Daten sollen laufen, nicht die Bürger." Der nüchterne Binder wird emotionaler, wenn die Optionen des Internets zur Sprache kommen. Plötzlich ist von "Quantensprung" die Rede, vom "Unsichtbarwerden der Arbeitsteilung in der Verwaltung", ja von Verzahnung des Verwaltungsapparates


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