Phettbergs Predigtdienst: Beseelte Melonenzwickel der Zukunft

... Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Meine Augen haben das Heil gesehen ... Lk 2,29-32 (Lobgesang des greisen Simeon, gesungen zur Lichterprozession am Fest der Darstellung des Herrn [2.2.])

Stadtleben | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Ich sterbe an Einsamkeit, andere Leute würden dabei nur stören. Es könnte natürlich sein, dass ich eigentlich an Langeweile eingehe und mir nur einrede, ich stürbe an Einsamkeit. Substanziell krepiere ich natürlich an Geldlosigkeit. Denn hätte ich Geld, könnte ich mir Stricher leisten, die mich versklaven, oder ich könnte Leute zum Essen einladen, und die würden mich darob achten, dass ich so nett bin, sie einzuladen. Ich könnte mir einen sozialen Rang erkaufen. Denn die eigentliche Ursache meiner Misere ist meine soziale Schwäche, meine Durchsetzungskraftlosigkeit. Gut, ich könnte auch noch etwas können, also möglicherweise sterbe ich an Funktionslosigkeit bzw. Kompetenzlosigkeit. Sehr gern wäre ich auch sexy, denn am liebsten wäre ich gern Stricher. Die Leute riefen bei mir an und orderten einen Sklaven. Für so eine Nacht verlangte ich 3000 Schilling oder 5000, ich zöge mir prallenge, versaute Bluejeans an und führe mit dem Taxi zum Sklavendienst. Dann würde ich meine


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