"Da schlägt das Herz wild"

Shopping. Bei "Kunstwerk" kauft man restaurierte Antiquitäten. Und plaudert dabei über den Sessel des japanischen Geheimdienstchefs.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

Der Aschenbecher zum Beispiel. Wolfgang Roth stellt einen Aschenbecher auf den Tisch. Kompagnon Harald Steininger, einem Kunstgeschichtler, fällt dazu ein: "Ein Kundengeschenk der Financial Times aus dem Jahr 1961. Rauchen mit Stil!" Darauf Roth: "Hergestellt in der Holmegaard-Glashütte in Kopenhagen." Steininger: "Der Designer hieß Perlütken." Roth: "Man beachte die kühle, nordische Eleganz, die Glasmischung." Steininger: "Nur vergleichbar mit den Glasmachern aus Murano bei Venedig." "Stimmt genau", antwortet Wolfgang Roth, "nur vergleichbar mit Produkten von der berühmtesten Glashütteninsel." Die beiden sind vertieft in ihre Twomen- Show. Obwohl unbeobachtet, hat man jetzt doch Hemmungen, in das 2000-Schilling-Stück zu aschen.

Ausschließlich restaurierte Stücke von 1900 bis in die Siebzigerjahre sind in dem Geschäft in der Operngasse (und im Internet) zu finden. Dazu die in Doppelconference erzählte Geschichte jedes Teils. Ob die "Fledermaus"-Garnitur von Josef Hoffmann aus


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