Tier der Woche: Abgezockt


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 05/00 vom 02.02.2000

So genannte "schbeschl interest"-Magazine, deren Wortschatz mit Hubraum, Fahrspaß und Kraftreserve bereits ausgereizt ist, interessieren mich herzlich wenig, weil Tiere thematisch nur als Verunreinigungen der Windschutzscheibe oder des Reifenprofils vorkommen. Angenehmer Abweichler unter diesen drögen Blechjournalen ist die autorevue. Da wird auch mal über die ausweglose Beziehungskiste von Scheibenwischern, die sich ja nie zu berühren vermögen, philosophiert und die unerhörte Schnelligkeit des Lebens mit erlesenen Austriazismen beschrieben, die in jedem anderen Zeitungslektorat den Rotstift zum Glühen brächten. In der Jänner-Ausgabe wurden nebst Autos auch Autoquartette getestet. Da man dabei die Karten nicht einfach nur sammeln, sondern sich mit den darauf vermerkten technischen Angaben übertrumpfen muss, meinte man, dass "nur mit Städten, Blumen oder Tieren richtig brav Quartett gespielt" wird. Im Gegenteil, gerade beim Tierquartett kann es brunzbrutal zugehen.

Unlängst bellte

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