Europa und Österreich

Ausland. Haider ist die erste Figur europäischer Innenpolitik geworden.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Jacques Delors, der visionäre frühere Kommissionspräsident der Europäischen Union, hat Anfang des Jahres mit einprägsamen Worten vor dem gegenwärtigen Kurs der EU gewarnt: Die geplante Erweiterung der Union um zwölf neue Mitglieder plus der Türkei erscheint ihm als "Flucht nach vorne". Ohne drastischen Umbau würde der Widerspruch zwischen Vertiefung und Ausweitung gefährlich auf die Spitze getrieben. Der Sozialist Delors ist der französischen Vision einer politischen Vereinigung des Kontinents verpflichtet, und er plädiert dafür, dass eine ausgewählte avant-garde von EU-Mitgliedern sich zu einer "Föderation von Nationalstaaten" zusammenschließen soll, um das Projekt eines politisch vereinten Europas auch bei einer Ausweitung auf 27 Mitgliedstaaten zu retten.

Es scheint ganz so, als habe der Konservative Jacques Chirac sich in seinem Engagement gegen Blau-Schwarz im kleinen Österreich von einem ähnlichen Gedanken leiten lassen. Denn dass die 14 EU-Partner Einfluss auf die

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