Halsweh

WENDE IN DER ÖVP. Erst dagegen, jetzt dafür. Gibt es niemanden in der ÖVP, der nicht mit Haider kann? Wo sind die Weingartners, Pechers, Brineks? Nur an der Basis regt sich langsam Widerstand.

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Mir scheint, es kommt jetzt eine neue Generation herauf, mit mehr Haltung und weniger Geist." Mit diesem Zitat Arthur Schnitzlers und "unsagbar enttäuschten Grüßen" verabschiedete sich Werner Tuscher vergangene Woche nach 14 Jahren von der Volkspartei. Der 29-Jährige gibt damit nicht nur seine politische Heimat, sondern auch seinen Job als parlamentarischer Mitarbeiter von ÖVP-Justizsprecherin Maria Fekter auf. Nicht leichtfertig. Aber eine Koalition mit dem "Ziehvater des österreichischen Rechtsextremismus ist einer christdemokratischen Gesinnung nicht zuträglich".

Ein kleiner Parteiangestellter zeigt Haltung. Was ist mit den Granden? Elisabeth Gehrer will nicht "davonlaufen, wie der Dreck am Stecken". Wendelin Weingartner beruft sich auf die "Verantwortung für Österreich". Wilhelm Molterer schweigt. Dafür unterschrieben sie das Koalitionsabkommen mit betretenen Gesichtern. Einzig Bernhard Görg stimmte im Parteivorstand gegen den Pakt mit Haider. Um ihn anderntags im Wiener Landtag


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