"Habe keinen Schreibtisch"

ÖVP Der neue Innenminister Ernst Strasser über Demonstranten, sein früheres Feindbild FPÖ, die Angst der Waldviertler und sein Leben ohne Papier.

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Falter: Herr Innenminister, wann haben Sie das letzte Mal demonstriert?

Ernst Strasser: Das muss die Anti-Burger-Demonstration in Salzburg gewesen sein, die hab ich mitorganisiert. (Norbert Burger war Führer der rechtsextremen NDP, Anm.)

Bei der Regierungsangelobung gab es lautstarke Proteste. Verstehen Sie die Menschen?

Ich verstehe manche Sorge. Denn es ist eine Veränderung da und viele Menschen fragen sich, wohin wird das gehen?

Die Sorge besteht ja nicht wegen der Veränderung, die Sorge gilt Jörg Haider. Sie selbst haben 1997 in einer Presseaussendung versichert, dass "die ÖVP der Garant dafür ist, dass die FPÖ nicht in die Regierung kommen wird".

In Niederösterreich haben wir ein sehr gutes Verhältnis zur SPÖ. Wir haben mit der SPÖ einen Pakt. Ich pflege aber auch ein korrektes Verhältnis gegenüber der FPÖ.

Aber gerade Sie sind ja immer sehr stark gegen Hans Jörg Schimanek aufgetreten. Jetzt sind Sie der Innenminister einer ÖVP-FPÖ-Regierung. Leidet Ihr Rückgrat?

Ich werde


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