Österreichs EU-Botschafter: "Ich spüre es"

PATRIK VOLF | Politik | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Mit Gefühlen ist das so eine Sache. Gregor Woschnagg zeigt sie nicht. Der vor kurzem von Ex-Außenminister Wolfgang Schüssel als "Ständiger Vertreter Österreichs bei der EU" eingesetzte Diplomat musste in den letzten Tagen als Prügelknabe für die neue Regierung herhalten. Erst spielten 14 Mitgliedstaaten eine gemeinsame Erklärung an Österreich und seinen Vertretern vorbei, und dann mussten "Stimmungen ausgelotet" und "Gemüter beruhigt" werden. Es herrsche "business as usual", beteuert Woschnagg.

Falter: Herr Botschafter, was bekommt man denn als Österreicher dieser Tage in den Couloirs der EU-Gebäude zu hören?

Woschnagg: Die 14 EU-Staaten versuchen nun eine Trennung zwischen der EU-Ebene und den bilateralen Beziehungen zu Österreich zu ziehen. Uns wird ganz klar zu verstehen gegeben, dass in der täglichen Arbeit "business as usual" gilt. Man kommt uns auch immer wieder mit Sympathie entgegen.

Angesichts der bevorstehenden Entscheidungen, wie etwa einer EU-Grundrechtscharta, glauben

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