Rechtsruck 1

Zeitung In Linz soll ein Redakteur als nicht rechtsruck-kompatibel entlassen werden.

NINA WEISSENSTEINER | Medien | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Demonstrationen vor dem Redaktionsgebäude auf der Linzer Promenade, wütende Protest-Mails auf der Homepage, organisierte Abo-Abbestellungen per Internet. Der "Fall Marschall" sorgt nicht nur bei den "Oberösterreichischen Nachrichten" für Unruhe: Vergangenen Freitag, just am Tag der Angelobung der neuen Regierung, teilten Chefredakteur Hans Köppl und Herausgeber Rudolf Cuturi ihrem Innenpolitik-Redakteur Gerhard Marschall mit, dass er die Zeitung verlassen müsse. Offizielle Begründung: Marschalls Kommentare und Berichte, die sich vor allem durch Kritik an FPÖ und ÖVP ausgezeichnet haben, seien bei der Leserschaft auf heftigen Widerstand gestoßen. "Es gab Unmutsäußerungen und Abo-Abbestellungen", erklärte Köppl.

Mit den darauffolgenden Protesten haben Chefredakteur und Verleger wohl kaum gerechnet: Die Redaktion der OÖN verurteilte nach einer Versammlung "schärfstens das politisch motivierte Ausscheiden" ihres Kollegen, die Journalistengewerkschaft schloss sich dem Protest

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