"Haider ist ein Hippie"

DEBATTE Was war? Was kommt? Was nun? Was tun? Der "Falter" lud die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz, den Philosophen Konrad Paul Liessmann und den Kabarettisten Thomas Maurer zur Diskussion über das neue schwarz-blaue Österreich.

Kultur | Moderation: Klaus Nüchtern | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Als sich Marlene Streeruwitz, Konrad Paul Liessmann und Thomas Maurer vergangenen Donnerstag in der Redaktion des Falter trafen, standen alle noch unter dem Eindruck der Pressekonferenz von Mittwoch Nacht, als Wolfgang Schüssel und Jörg Haider in- und ausländischen Journalisten Rede und Antwort standen - vorausgesetzt, die Fragen waren genehm, und vorausgesetzt, anwesende Holocaust-Überlebende hielten sich an die vorgegebenen Spielregeln: nicht nachfragen und immer ganz locker bleiben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Gespräch immer wieder auf diese mittlerweile berüchtigte Pressekonferenz kam, und Fragen nach der Besetzung etwaiger Kunstministerien oder Staatssekretariate erst gar nicht aufs Tapet kamen.

Falter: Bei den Leuten, die sich Haider nicht gerade herbeigesehnt haben, gibt es ein relativ großes Gefühlsspektrum, das von depressiv und ohnmächtig bis hin zu euphorisch reicht. Robert Menasse hat sogar von einem "Glückstag" gesprochen. Wo wollen Sie sich da einordnen?


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