Vivisektion für VIVA

FILM "Anatomie", ein Designer-Thriller für und über junge Leute, zeigt Franka Potente im Kampf gegen herzlose Ärzte.

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Wenn Genrefilme sich an junge Leute wenden, indem sie diese mit Nachdruck ins Bild setzen, dann spielen sie gern auf möglichst vielen Sinnebenen Beweglichkeit und Lebendigkeit gegen Steifheit und Erstarrung aus. "Titanic" etwa war so angelegt: die Vitalität junger Liebender im Kampf gegen steife Etikette und den Erfrierungstod. "Anatomie", ein deutscher Thriller mit breitspuriger Ausrichtung auf jugendliche Zielgruppen, bearbeitet die genannte Polarität im Milieu von Medizinstudenten in Heidelberg; bedroht werden diese von einer ärztlichen Geheimloge, die Menschen aus Forscherdrang lebendig (und ohne deren Einverständnis) seziert.

Einer juvenilen Lebenswelt, die vor Lerneifer, freizeitlichem Übermut und Promiskuität (samt beherzten Sexszenen und zotenlastigen Dialogen) vibriert, steht tödliche Erstarrung gegenüber: die traditionelle Strenge ärztlicher Autoritäten, vor allem aber die Verschwörung der "Anti-Hippokraten", die ihren Opfern ein Muskellähmungsgift spritzen, sie tiefkühlen

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