STREIFENWEISE

Kultur | ISABELLA REICHER | aus FALTER 06/00 vom 09.02.2000

Also, man soll seine Geschichten ja verorten: Gut, Downtown, Los Angeles, dort, wo Bankenviertel und ein Rest von Altstadt aufeinander treffen, da steht das "Million Dollar Hotel", ein abgewohntes, weitläufiges Gebäude. Hmmm. Alte Gemäuer haben viel gesehen, oder? So geht die Mär jedenfalls. Wie wäre es also, wenn wir jede Menge "Freaks" in diesem Gebäude ansiedeln und dann so tun, als hätten wir was zu erzählen? Einen hypermotorischen jugendlichen Helden (Jeremy Davies) lassen wir durch diese Geschichte hampeln, die eigentlich keine ist, dafür aber von umso mehr skurrilen Figuren bevölkert wird: Da gibt es einen fünften Beatle, Ex-Junkies, etwas verwirrte alte Damen oder die ätherische Eloise (Milla Jovovich), die "Hundert Jahre Einsamkeit" liest, "Ich bin eine Fiktion" sagt und von unserem Helden natürlich angeschmachtet wird. Alle sitzen sie gerne in der Lobby des Hotels beieinander. Dann aber taucht ein prothesengestützter FBI-Agent (Mel Gibson) auf, der herausfinden soll,


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